Schule ohne Rassismus - Schule mit Courage

Im Überblick

Titelverleihung an der Bosseschule in Quedlinburg
An der Bosseschule in Quedlinburg war die Freude über die Titelverleihung groß.

"Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage" ist ein Projekt von Schülern und für Schüler, bei dem es darum geht, sich gegen alle Formen von Rassismus, Diskriminierung, Mobbing und Gewalt stark zu machen. Es ist das größte Schulnetzwerk Deutschlands, in dem sich derzeit mehr als 2.500 Schulen engagieren. In Sachsen Anhalt gehören bereits über 130 Schulen zum Courage-Netzwerk dazu. Das Projekt ist aber auch über die Landesgrenzen hinaus verbreitet. Schulen in Belgien, Niederlande, Österreich und Spanien engagieren sich ebenfalls gegen Rassismus und Diskriminierung.


Titelverleihung am Herder-Gymnasium in Halle
Bei der Titelverleihung am Herder-Gymnasium in Halle, das inzwischen Hans-Dietrich-Genscher-Gymnasium heißt, wurde von den Schülerinnen und Schülern die Abkürzung SoR für "Schule ohne Rassismus" nachgestellt.

Der Titel kann auf Initiative der Schüler erlangt werden, indem im Rahmen einer Selbstverpflichtung Werte wie Demokratiebewusstsein, Toleranz und Weltoffenheit im Schulalltag stärker thematisiert und aktiv gefördert werden. Dabei geht es vor allem darum, auch nach dem Erwerb des Titels nachhaltig aktiv zu bleiben und die Projekt-Idee auch an neue Schüler weiterzugeben. Die Anerkennung ist kein Preis für eine abgeschlossene Arbeit, sondern eine Aufnahme in ein Schulnetzwerk, das sagt: „Wir übernehmen Verantwortung für die Gegenwart und für die Zukunft!“


Wer ist daran beteiligt?

SoR-Landestag 2017
Daumen hoch für das Netzwerk "Schule ohne Rassismus - Schule mit Courage" beim Landestag 2017 in Halle zum Thema Sport.

Das Projekt ist nicht für eine bestimmte Schulform gedacht, sondern alle Schüler und alle Schulen können sich daran beteiligen. Die Initiative liegt zwar bei der Schülerschaft, allerdings ist es auch sinnvoll mit engagierten Lehrern, der Schulleitung und Eltern zusammenzuarbeiten.

Außerdem gibt es zahlreiche Bildungsträger, die als Kooperationspartner des Projekts eure Arbeit vor Ort unterstützen. Alle hier genannten Partner helfen euch auch in der Phase der Nachhaltigkeit bei der Planung und Durchführung von Projekten. Einmal im Jahr veranstaltet die Landeskoordination ein landesweites Treffen der Titelschulen. Für alle Fragen rund um das Projekt ist auf Bundesebene die Bundeskoordination zuständig. Diese organisiert auch das jährliche Bundestreffen für alle Schulen mit dem Titel SOR-SMC.

Wenn der Titel angestrebt wird, müssen sich die Schülerinnen und Schüler selbst einen Paten zu suchen, der das Projekt an der Schule unterstützt. Dabei ist es egal, ob diese Person aus Politik, Wirtschaft, Sport, Kultur oder aus dem privaten Bereich kommt. Wichtig ist nur, dass der Pate eine besondere Sensibilität für die Themen Rassismus und Diskriminierung besitzt und sich aktiv für freiheitlich demokratische Werte und Toleranz einsetzt.

  • Tipps zur Wahl des Paten, findet ihr hier >>
  • Eine Liste mit den Kooperationspartnern findet ihr hier >>
  • Kontaktmöglichkeit zur Landeskoordination findet ihr hier >>