Wie wird man eine SOR-SMC?

Landestag des Courage-Netzwerkes 2017 in Halle
Graffiti-Workshop beim Landestag "Schule ohne Rassismus - Schule mit Courage" 2017 in Halle

Wenn eine Schule den Courage-Titel anstrebt, ist es von Vorteil, wenn sich die interessierten Schüler oder die gesamte Schüler- und Lehrerschaft erst einmal über das Projekt informiert und abklärt, was es bedeutet eine „Schule ohne Rassismus - Schule mit Courage“ zu sein.

Danach ist es empfehlenswert, dass sich eine Schülergruppe bildet, die gemeinsam eine Schülerinitiative startet. Dabei sollte eine Mindestanzahl von 5 bis 10 Schülern angestrebt werden. Auf das Projekt muss im Rahmen der Schule aufmerksam gemacht werden. Dies kann durch einen Artikel in der Schülerzeitung, Gespräche mit der Schülervertretung, einen Aushang am Infobrett oder Infostände auf Schulfesten umgesetzt werden. Auch könnt ihr Lehrer, Eltern oder die Schulleitung auf euer Anliegen ansprechen und um Unterstützung bitten.

Nachdem das Projekt bekannt gemacht worden ist, können dann die Unterschriften gesammelt werden. Die sind wichtig, weil die Zustimmung von mindestens 70% aller an der Schule arbeitenden und lernenden Personen für den Titel erforderlich ist. Die Selbstverständniserklärung beinhaltet die zentralen Anforderungen an das Projekt, durch deren Unterzeichnung man sich verpflichtet, sich gegen Rassismus und Diskriminierung einzusetzen.

  • Selbstverständniserklärung, Startinformationen und weitere wichtige Informationen findet ihr hier >>
Mehrere Personen vor dem Banner Schule ohne Rassismus
10 Jahre SOR-SMC in der Bundesrepublik Deutschland 2010

Wenn die erforderlichen 70% der Unterschriften der Lehrer, Schüler und Mitarbeiter der Schule gesammelt wurden, werden alle Unterschriftenlisten an die Bundeskoordination für SOR-SMC geschickt. Von dort aus bekommt die Schule eine Anerkennungsbestätigung.
Mit dem Erhalt der Anerkennungsbestätigung, kann mit der Suche nach einem Paten begonnen werden, der die Schirmherrschaft für das Projekt übernimmt.

Auch sollten bereits erste Vorkehrungen für eine feierliche Verleihung des Titels getroffen werden. Nach Absprache mit der Schulleitung, der Landeskoordination und dem Paten wird der Termin für die Anerkennung des Titels besprochen. Mit der Verleihung ist die Schule Teil eines in ganz Europa vertretenen Schul- Netzwerks, das sich für Demokratie, Menschenrechte und einen respektvollen Umgang miteinander einsetzt.

Damit ist das Projekt allerdings nicht beendet, sondern steht eigentlich erst am Anfang. Mit der Unterzeichnung der Selbstverpflichtung übernimmt die Schule Verantwortung im Engagement gegen rassistische Einstellungen und diskriminierende Haltungen. Somit sollen regelmäßig Projekte im Rahmen des Schulalltages gestartet werden, die sich speziell mit den Themen Ausgrenzung, Mobbing, Rassismus etc. beschäftigen. Einmal im Jahr, nach den Sommerferien, bittet die Landeskoordination um einen Fragebogen und einen Jahresbericht. Hier könnt ihr auch Wünsche und Fragen formulieren. Nach Eingang eures Berichtes erhält die Schule eine Anerkennungsurkunde für das Schuljahr.
Unterstützung in Bezug auf die Nachhaltigkeit bekommt ihr von allen Kooperationspartnern und insbesondere von der Landeskoordination des SOR- SMC Projektes.